Aus den Sitzungen vom 20. Mai und 23. Juli 2026
Das Schutzkonzept „Sexualisierte Gewalt“ für die vier Pfarreigemeinden, das im Oktober 2025 vom Kirchenvorstand beschlossen worden war, musste noch einmal überarbeitet und ergänzt werden. Diskutiert wurden v. a. die Bereiche Leitbild und Partizipation. Als Ansprechpersonen wurden die Personen des Dekanatsbezirkes Thomas Walther und Pfarrer Michael Zippel benannt. Auch das Dekanatskonzept ist noch nicht genehmigt. Die Fachstelle schaut sich die Konzepte sehr genau an. Das Gespräch miteinander hat das Bewusstsein für die Bedeutung des Themas in vielen Arbeitsbereichen unserer Gemeinden bisher sehr gefördert. Seit Beginn des Prozesses wurden mittlerweile mehrere Basisschulungen für Ehrenamtliche, u.a. auch eine sehr gut besuchte für unsere Jugendleiter, durchgeführt.
Das Thema „Regionalgemeinde“ erhitzte die Gemüter in den letzten beiden Sitzungen vor der Sommerpause. In den beschlussfassenden Gremien der Landeskirche, das sind die Landessynode, der Landeskirchenrat und der Landessynodalausschuss, werden derzeit neue Rahmenbedingungen für die Organisation der kirchlichen Arbeit auf Ortsebene diskutiert. Einige dieser Pläne sind bereits im Frühjahr in konkreterer Form zur Diskussion in die Gemeinden weitergegeben worden. Es wird beabsichtigt, größere Einheiten zu bilden, sog. Regionalgemeinden, für die ab 2030 auch ein eigener Regionaler Kirchenvorstand gewählt werden soll. Diese Einheiten sollen mindestens 5 Vollzeitstellen für theolog.-pädagogisches Personal wie Pfarrer/innen und Gemeindereferent/innen beinhalten und mindestens 8.500 Gemeindeglieder. Die Ortskirchengemeinden, wie Köditz, Joditz, Leupoldsgrün, Kreuzkirche, etc. sollen weiter bestehen bleiben. Hier muss aber ggf. in der Zukunft kein eigener Kirchenvorstand mehr gebildet werden, nur wenn noch genügend Gemeindeglieder bereit sind, zu kandidieren. Die Entscheidungen über Personal, Finanzen und Gebäude soll zukünftig der Regionale Kirchenvorstand treffen. Zahlreiche Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher sehen dieses Modell skeptisch, da sie davon ausgehen, dass Menschen sich am liebsten für ihre Gemeinden und ihren Sozialraum vor Ort engagieren werden, aber nicht für noch weitere fünf bis zehn andere Gemeinden mit. Schon unser Pfarreiverbund mit vier Gemeinden wird als eine Herausforderung angesehen, die wir zwar mit Schwung angenommen haben, aber die immer wieder ihre Herausforderungen – auch aufgrund der räumlichen Weite und der Breite an Aktivitäten – hat. Konkret geht es im Herbst darum, zu überlegen, zu welchen Regionalgemeinden man sich im Dekanat Hof zusammenschließen wird. Die bisherigen vier Regionen, die seit 2022 die Arbeit aufgenommen haben, sind nicht alle vier ausreichend groß, vorausgesetzt die Landessynode beschließt die Rahmenvorgaben im November. Dieses Thema wird uns noch längere Zeit weiter verfolgen.
Aus der gemeinsamen Sitzung mit dem Kirchenvorstand der Lutherkirche vom 29. April 2026
Der Kirchenvorstand hat in einer gemeinsamen Sitzung mit dem Kirchenvorstand der Lutherkirche ein gemeinsames Konfirmandenarbeitskonzept diskutiert und beschlossen. Es ist eine Weiterentwicklung des bisherigen Konzeptes der vier Kirchengemeinden. Nähere Informationen zum Inhalt des Konzeptes finden sie hier. Bestandteil des Kurses ist ein lebensweltorientierter Zugang, zentrale Veranstaltungen für alle Konfirmandinnen und Konfirmanden in der Lutherkirche sowie feste Kleingruppen vor Ort. Die Konfirmationsgottesdienste erfolgen weiterhin in den fünf Gemeinden an Sonntagen mit dem Namen Kantate (Kreuzkirche, Leupoldsgrün), Rogate (Joditz, Köditz) und Pfingsten (Lutherkirche).
Aus der Sitzung vom 23. März 2026
In der Kirchenvorstandssitzung am 23. März wurde an den Themen des KV-Tages weiter gearbeitet. Diese waren u.a. die Einrichtung eines Mitarbeiterstammtisches, Gelegenheiten für die Abendmahlsfeier mit Kindern aufzusuchen und zu gestalten sowie einen Gemeindeausflug zu planen. Für einen ersten Mitarbeiterstammtisch wurde ein Termin im Sommer ins Auge gefasst.
Der Kirchenvorstand hat der beabsichtigten Fusion der drei Dekanatsbezirke Hof, Naila und Münchberg zum neuen Dekanat Hochfranken zum 1. Januar 2027 zugestimmt.
Aus der Sitzung vom 28. Januar 2026
In der Kirchenvorstandssitzung am 28. Januar wurden erstmals Doppelhaushalte 2026/27 für die vier Kirchengemeinden beschlossen. Vor allem die Haushalte für Leupoldsgrün und die Kreuzkirche fallen im Volumen wesentlich geringer aus, da die Kindertagesstätten mit dem 1.1.2026 an den KiTa-Zweckverband Hochfranken übergegangen sind. Im Haushalt der Kreuzkirche besteht eine Deckungslücke, die zumindest mittelfristig nicht durch Rücklagenentnahme auszugleichen ist. Daher musste ein erstmals geforderter Bericht zur Haushaltsplanung erstellt werden, in dem Möglichkeiten der Kosteneinsparung bzw. alternative Perspektiven aufgezeigt werden. Die Haushaltspläne der drei Landgemeinden sind ausgeglichen, wenngleich auch hier aufgrund zurückgehender Kirchensteuermittel und ansteigender Personalkosten keine übermäßigen Spielräume mehr zu verzeichnen sind.
Der Kirchenvorstand hat beschlossen, mit dem Zweckverband Jean-Paul-Museum Joditz einen Erbbaurechtsvertrag zu schließen, dessen Gegenstand zwei Grundstücke (Pfarrhaus und benachbartes Garagengrundstück) sowie das ehemalige Pfarrhaus Joditz sind. Nach umfangreichen Verhandlungen und Besprechungen mit allen Beteiligten ist es gelungen, ein für alle Seiten akzeptables Vertragswerk zu gestalten. Wir freuen uns, dass für das ehemalige Pfarrhaus eine kluge Weiternutzung gefunden wurde und wollen auch in Zukunft als Nachbarn bei Veranstaltungen mit dem neu entstehenden Museum zusammenarbeiten.
Der Kirchenvorstand wird im Februar auf einem Klausurtag seine Arbeit im ersten Jahr der Amtsperiode reflektieren, Ideen für die weitere Arbeit in den Gemeinden unserer Pfarrei sammeln und auch kritisch hinterfragen, was verbesserungsbedürftig ist. Zu den Impulsen des Studientages im vergangenen Februar gehörte u.a. eine Gottesdienst-AG, die jetzt im Januar die Gottesdienstreihe „Hereinspaziert“ durchgeführt hat sowie die Initiative zu einem eigenen Social-Media-Account.
Michael Grell, Pfr.
Aus der Sitzung vom 4. Dezember 2025
In der Kirchenvorstandssitzung am 4. Dezember wurden die Vereinbarungen der Kirchengemeinden Hof-Kreuzkirche und Leupoldsgrün mit dem KiTa-Zweckverband Hochfranken beschlossen. Die Kindertagesstätten „Kinderhaus Kreuzkirche Hof“ und „KiTa Sonnenhügel Leupoldsgrün“ gehen damit – wie geplant – zum 1. Januar 2026 in die Verwaltung der Zweckverbandes über. Das Gebäude des Kinderhauses Kreuzkirche bleibt formell im Besitz der Kirchengemeinde. Beim Kindergarten Leupoldsgrün hatte die Evang.-Luth. Kirchengemeinde lediglich die Betriebsträgerschaft übernommen. Das Gebäude ist im Eigentum der politischen Gemeinden Leupoldsgrün.
Die Pfarrei kreuz.4 wird ab Januar 2026 auch auf Instagram und Facebook präsent sein. Die Kanäle werden von Lilly Weise und Mirjam Schwarz betreut. Es soll dort regelmäßig über unsere Veranstaltungen informiert werden. Außerdem sollen weitere Beiträge aus dem gemeindlichen Leben und über Personen, die dieses Leben gestalten und prägen, berichtet werden.
Im Frühling 2026 soll es wieder einmal eine Gemeindeversammlung geben, bei der aktuelle Themen aus der KV-Arbeit interessierten Gemeindegliedern vorgestellt und mit diesen diskutiert werden können. Der Termin wird im nächsten Kirchenboten bekannt gegeben.
Michael Grell, Pfr.